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Die komplexe Welt der Nervenschädigungen:

Das Horner-Syndrom



Das Horner-Syndrom beim Hund

Schaut man diesem hübschen Retriever-Rüden ins Gesicht, fällt bei näherem Hinsehen eine Veränderung des rechten Auges auf. Er leidet an einem so genannten Horner-Syndrom.

Diese Erkrankung erkennt man an einer charakteristischen Kombination an Symptomen:
  • Eine Verengung der Pupille (Miosis)
  • Ein herabhängendes oberes Augenlid (Ptosis)
  • Ein scheinbar nach hinten gesunkener Augapfel (Pseudoenophtalmus) mit Vorfall des 3. Augenlids



Was ist die Ursache und was genau ist das Horner-Syndrom?


Das Horner-Syndrom beim Hund mit Veränderung am Auge Ursache für das Horner-Syndrom ist eine Schädigung des Sympathikus, eines Bereichs des vegetativen, d.h. unwillkürlichen Nervensystems.

Der Sympathikus versorgt einen Teil der Augenmuskeln inkl. jener Muskulatur, die die Größe der Pupille reguliert oder für die Spannung und Bewegung im oberen Augenlid sorgt.

Eine Schädigung des Sympathikus bewirkt einen Ausfall der entsprechenden Muskelfunktion und somit die oben genannten Symptome.

Die Gründe, wodurch es zu einem Ausfall der genannten Nervenbahnen kommen kann, sind vielfältig. Schädigungen der Hals- oder Brustwirbelsäule, des Plexus des Vorderbeins z.B. durch ein Trauma, einen Tumor oder eine Rückenmarksinfektion, aber auch Schädelfrakturen, Mittelohrerkrankungen, Entzündungen, Schilddrüsenunterfunktion oder auch nur ein zu heftiger Zug am Halsband können eine Rolle spielen.

Bei Golden Retrievern ist ein so genanntes idiopathisches Hornersyndrom beschrieben. Bei Katzen tritt ein Horner Syndrom häufig im Zusammenhang mit chronischen Ohrentzündungen auf.


Welche Therapien gibt es?


Die Therapie beim Horner-Syndrom richtet sich entsprechend nach der auslösenden Ursache.

Symptomatisch kann versucht werden, mit Phenylephrin die Restimpulse, die noch über den geschädigten Nervenanteil weitergeleitet werden, zu verstärken. Je nach Situation können Glukokortikoide und Vitaminpräparate unterstützend eingesetzt werden.





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